Ökumenische Kampagne 2017
filme für eine weltaktuell
Sehen und Handeln

Filme zur ökumenischen Kampagne 2017
von Brot für alle, Fastenopfer und Partner sein 

 



Film «Der Niger-Fluss stirbt»

Die ökumenischen Kampagne 2017 weist auf den Landraub als Folge der Expansion von Grossplantagen hin. In den Monokulturen, welche die Ernährung von Bauernfamilien gefährden, steckt auch Schweizer Geld.

Landraub für Plantagen nimmt den Bäuerinnen und Bauern das Land. Sie können es nicht mehr selbstbestimmt nutzen und ihre Ernährung sicherstellen. Ausserdem hat Land Grabbing, so der internationale Begriff, gravierende Auswirkungen auf die Umwelt: Statt die Schöpfung langfristig zu bewahren, zerstört der Mensch sie.

Land muss dem Leben dienen und nicht dem Profit, lautet somit die zentrale Aussage der Ökumenischen Kampagne 2017.

Besuchen Sie die Website zur Kampagne   

 

Filme zur Aktion, Empfehlungen der Fachstelle:

Die Welt im Ausverkauf
Alexis Marant, Frankreich 2010. Dokumentarfilm, 54 Minuten, geeignet ab 16 Jahren
Seit einiger Zeit findet ein enormer Ansturm auf die besten Agrarflächen armer Länder in Afrika oder Asien statt. Immer mehr landwirtschaftliche Nutzflächen werden zu profitablen Investitionen. Die wertvollen Flächen werden an Investoren aus reichen Ländern und Schwellenländern verkauft. Der Film thematisiert dieses inzwischen globale Phänomen des 'Land Grabbings'.

Der Fall Mubende 
Michael Enger, Deutschland 2015. Dokumentarfilm, 30 Minuten, ab 16 Jahren | Stufe Sek II (Gymnasien und Berufsschulen)
Der Film dokumentiert einen Fall von Landgrabbing in Uganda: Über 2000 Menschen, die seit Generationen als Kleinbauern in einer fruchtbaren Region im Südwesten Ugandas lebten, wurden im Jahr 2001 vertrieben, um einer Kaffeeplantage Platz zu machen, die zu einem Hamburger Kaffeekonzern gehört. Die Vertriebenen strebten ein Gerichtsverfahren an und erhielten nach 12 Jahren juristischem Ringen eine Entschädigung von 11 Millionen Euro zugesprochen. Der Konzern verzögert jedoch bis heute die Zahlung …

Palmöl aus Indonesien 
Inge Altemeierm , Deutschland 2010/2016. Dokumentarfilm, 9 Minuten, ab 12 Jahren
Die Geschwister Pia und Mogi leben in Indonesien, in einem Dorf auf der Insel Borneo. Schon von klein auf lernen sie, wie wichtig der Wald für sie ist: sie finden darin Nahrung und Baumaterial für ihre Häuser. Doch nun ist ihnen von dem einst unendlichen Urwald nur noch ein kleines Stück geblieben. Der Rest wurde abgeholzt, um Palmölplantagen Platz zu machen: Das Fett der Ölpalme ist in Europa sehr beliebt, es steckt in Fertigpizzen, Lippenstiften, Kuchenteig, Sonnencreme und vielem mehr. Pia und Mogi wünschen sich, dass europäische Kinder eigene Fette essen, damit ihre Heimat auf Borneo nicht weiter zerstört wird.

La buena vida - das gute Leben 
Jens Schanze, Deutschland | Kolumbien 2015 | 2016
Dokumentarfilm, 52 Minuten (Kurzfassung), ab 16 Jahren, Sekundarstufe II, Berufsschule
Der Film erzählt vom Kohleabbau im Nordosten von Kolumbien. Die gewaltige Cerrejón-Mine, mit 700 km2 der größte Kohletagbau der Welt, rückt Tag für Tag näher an das Dorf einer Wayúu-Gemeinschaft, die deshalb umgesiedelt werden soll. Die Bevölkerung willigt nach langen Verhandlungen ein, wenn ihre Forderungen, insbesondere ausreichend Wasser in der neuen Siedlung, erfüllt werden. Doch der multinationale Bergbaukonzern hält die Verträge nicht ein.

Raising Resistance 
Bettina Borgfeld und David Bernet, Deutschland/Schweiz 2011. Dokumentarfilm 83 Minuten, ab 16 Jahren
Der Film zeigt am Beispiel Paraguays, wie grossflächiger Sojaanbau die Existenz einheimischer Landbewohner und Bauern bedroht, unter ihnen Geronimo Alvarez und seine Familie. Er erzählt vom wachsenden Widerstand der Campesinos gegen die Dominanz landwirtschaftlicher Grosskonzerne und deren aggressivem Einsatz von Gentechnologie. Dabei verfolgt er über Monate den sich langsam zuspitzenden sozialen und politischen Konflikt.

Millions Can Walk 
Christoph Schaub und Kamal Musale, Schweiz/Indien 2013. Dokumentarfilm, DVD und VOD, 88 Minuten (Originalfassung), 52 Minuten Kurzfassung, ab 16 Jahren.
Der Abbau von Bodenschätzen, das Anlegen immenser Plantagen und mächtige Infrastrukturprojekte haben dazu geführt, dass Bauern und Bäuerinnen vertrieben und der Grundlagen ihres Lebens beraubt werden. Hunderttausende von ihnen, landlose Bauern und Ureinwohner (Adivasi), machen sich deshalb zu Fuss auf den grossen Marsch. Sie sind aus dem ganzen Land angereist, um gemeinsam für eine Existenz in Würde zu kämpfen.

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Last Update 30.01.2017 - Created by medialink