filme für eine weltaktuellkino
Malaria 
A Long Way Home 
Transformance
 
Machines 
Gabriel and the Mountain 
In Between
 
Centaur 
The Beekeeper and his son 
White Sun 
The Train of Salt and Sugar 
Cahiers Africains 
Worlds Apart 
 
Aktuell im Kino

Die folgenden Filme aus Afrika, Asien und Lateinamerika sind in Schweizer Kinos zu sehen. Da viele dieser Filme nicht gleichzeitig in mehreren Kinos programmiert sind, beachten Sie bitte die Details in der Presse.

Einen Überblick über die Filme im Kino in Ihrer Nähe finden Sie auf der Website Cineman.

 

Jetzt im Kino
Jetzt im Kino: A Long Way Home
Die Aufstellung ist nicht umfassend, die folgenden Titel entsprechen den Empfehlungen der Fachstelle «Filme für eine Welt». In den Augen der Fachstelle besonders sehenswerte Filme sind mit ** ausgezeichnet.

Malaria - The Vibes of Tehran
Parviz Shahbazi, Iran 2016
Die junge Hanna taucht mit ihrem Freund ab und schlägt sich aus der Provinz in die Hauptstadt Teheran durch. Der Zufall bringt die beiden in den Kleintransporter des Strassenmusikers Azi, und der bemüht sich, dem Liebespaar zu helfen. Immer mehr gerät er dadurch selber in den Strudel der Suche nach der vermeintlich entführten Tochter…

Weitere Informationen: trigon film

A Long Way Home
Dokumentarfilm von Luc Schaedler, Schweiz 2017

Fünf chinesischen Kunstschaffende stehen im Zentrum von A Long Way Home: die Tänzerin Wen Hui; der Schriftsteller Ye Fu; der Animationsfilmer Pi San und die bildenden Künstler Gao Brothers. Sie sind Teil einer fragilen aber mutigen Gegenkultur. Ausgehend von ihrer eigenen Familiengeschichte, erforschen sie die Erschütterungen der chinesichen Geschichte, um die Probleme der Gegenwart zu verstehen. Ihr Ringen um eine demokratische Zivilgesellschaft scheint zunehmend relevant innerhalb, wie auch ausserhalb Chinas.

Nominiert für den CH-Filmpreis 2018

Weitere Informationen: XENIX Film

Transformance 
Alan Smithee, Schweiz 2017
Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit sind wir gezwungen, uns ernsthaft mit der Zukunft der Erde auseinanderzusetzen, und zwar im globalen Kontext. Wir brauchen neue Energiekonzepte: Energieproduktion, -verteilung und -verbrauch müssen grundlegend neu definiert und organisiert werden. Bei allen Herausforderungen liegen auch einmalige Chancen in diesem Transformationsprozess. An erster Stelle steht dabei die Abkehr von fossilen Energien und ihren schädlichen Auswirkungen. Wie packen wir die Zukunft an? Welche Konzepte sind vielversprechend? Wo stehen wir? Transformance schafft in diesen Fragen Klarheit und beleuchtet den Transformationsprozess aus der wissenschaftlichen, technischen, ökonomischen, philosophischen und psychologischen Optik. Der Film portraitiert Persönlichkeiten, die Pioniere dieses Wandels sind, und ergründet ihren Antrieb: Techniker und Ingenieure, welche Lösungen suchen – Wissenschaftler, die zu bahnbrechenden Ideen forschen – und Denker, welche die prinzipiellen Fragen stellen.

Die Website des Films 

Machines 
Rahul Jain, Indien/Deutschland 2016
Durch die Korridore der enormen und verwirrenden Strukturen der Fabrik nimmt die Kamera den Betrachter mit auf eine Reise zu einem Ort der Entmenschlichung durch körperliche Arbeit und intensiver Härte. Diese gigantische Textilfabrik in Gujarat / Indien könnte genauso gut der Schauplatz für Dante’s Inferno des 21. Jahrhunderts sein. In seiner zugleich intimen wie exemplarischen Darstellung zeigt der Regisseur Rahul Jain das Leben der Arbeiter, das Leiden und die Umgebung, der sie kaum entkommen können. Mit starker visueller Sprache, unvergesslichen Bildern und sorgfältig ausgewählten Interviews der Arbeiter erzählt Jain eine Geschichte von Ungleichheit, Unterdrückung und der grossen Kluft zwischen Reichen, Armen und den Perspektiven beider.

Goldenes Auge,13. Zurich Film Festival 2017

Weitere Informationen: Filmcoopi 
Filmtrailer
 

Gabriel and the Mountain
Fellipe Barbosa – Tansania 2017

Into the Wild in Afrika: Bevor er zu studieren beginnt, will der lebensfrohe und begegnungsoffene Gabriel um die Welt reisen. Seine Freundin schliesst sich ihm in Kenia vorübergehend an. Danach geht er noch einmal auf eigene Faust weiter, beflügelt vom Wunsch, dem lokalen Leben nahe zu sein. Ein ebenso erfrischendes wie anregendes und berührendes Roadmovie, das auf einer wahren Geschichte basiert und uns übers Reisen sinnieren lässt.

Weitere Informationen: trigon film

In Between – Bar bahar
Maysaloun Hamoud, Palästina / Israel / Frankreich 2016

Die drei arabischen Frauen Lalia, Salma und Nur leben zusammen in Tel Aviv. Ihre kulturelle und religiöse Isolation in der israelischen Stadt ist jedoch die einzige Gemeinsamkeit, die die drei Frauen haben: Laila steht als knallharte Anwältin unter Dauerstress und ist des Nachts in der Underground-Clubszene unterwegs, die lesbische Salma arbeitet als DJ und Barfrau und die Studentin Nur ist die einzige religiöse Muslimin der Gruppe. Alle drei Frauen müssen sich jedoch mit den Schwierigkeiten des Lebens zwischen Tradition und Moderne auseinandersetzen: Nur erhält Besuch von ihrem konservativen Verlobten, der wenig begeistert ist von ihren Mitbewohnerinnen, Leila muss feststellen, dass der aufgeklärte muslimische Mann, in den sie verliebt ist, doch nicht so tolerant ist wie gedacht und Selma bekommt Probleme mit ihrer christlichen Familie...
Mit ihrem Debütfilm sorgte Maysaloun Hamoud an Festivals für Furore. Auf erfrischend direkte Art und Weise thematisiert die palästinensische Regisseurin mit israelischem Pass kulturelle, sexuelle und religiöse Themen.
Trailer 

Centaur
Aktan  Arym Kubat, Kirgisistan 2017

Ein Pferdedieb geht um am Rande von Bischkek, hoch oben in den Bergregionen der Hauptstadt Kirgisistans. Sonst passiert nicht viel in der kleinen Gemeinde, die doch so gross ist, dass sie einmal ein Kino besass. Dort öffneten Geschichten vom Krieg in Afghanistan, indische Bollywood-Märchen oder die Filme von Tolomush Okeyev aus der ehemaligen Sowjetunion Fenster zur Welt. Der frühere Filmvorführer Centaur lebt nach wie vor hier mit seiner gehörlosen Frau und dem kleinen Sohn. Doch sein friedliches Leben scheint zunehmend von Missgunst und Intrigen anderer bestimmt.

CICAE Art Cinema Award, Berlinale 2017
CANVAS Award for the best film, Mooov Filmfestival
Weitere Informationen: trigon film

The Beekeeper and his son 
Diedie Weng, China/Schweiz 2016

Desillusioniert von seinen Erfahrungen als Wanderarbeiter kehrt Maofu aus der Stadt zu seiner Familie in ein Dorf im Norden Chinas zurück. Sein Vater, ein alternder Bienenzüchter, hofft, dass sein Sohn nun das Handwerk der Bienenzucht von ihm erlernt. Doch stossen in der Zusammenarbeit der beiden verschiedene Lebensentwürfe aufeinander, was zu Spannungen und aufreibenden, meist sprachlos ausgetragenen Konflikten führt. Selbst die Tiere auf dem Hof reagieren auf die davon geprägte Atmosphäre und kommentieren das Verhalten auf zum Teil bizarre und humorvolle Art.

Offizielle Filmwebseite
Weitere Informationen: Vinca Film 

**White Sun 
Deepak Rauniyar, Nepal 2016

Das Begräbnis eines alten Mannes in einem abgelegenen Dorf in Nepal droht zu scheitern, da sich die zerstrittenen Angehörigen nicht über alte Traditionen und politische Differenzen hinwegsetzen können. Der klug erzählte, vielschichtige Film spiegelt in einer einfachen Familiengeschichte die schwierige Situation eines Landes nach langjährigem Bürgerkrieg. Regisseur Deepak Rauniyar plädiert in leichtem, humorvollem Ton für Versöhnung zwischen den Kriegsparteien, zwischen den Generationen, zwischen Mann und Frau, zwischen Tradition und Moderne. Schliesslich sind es die Kinder, die die weisse Sonne zum Strahlen bringen – die Sonne der Zukunft, der Versöhnung und der Hoffnung. (Laudatio Preis der ökumenischen Jury, int. Filmfestival Freiburg)

  • Interfilm Award, Best Film, Mostra dell'Arte Cinematografica Venezia 2016
  • Besondere Erwähnung Internationale Jury, Don Quijote-Preis (FICC), Preis der Ökumenischen Jury und Publikumspreis, Internationales Filmfestival Freiburg 2017

Weitere Informationen: trigon film

The Train of Salt and Sugar
Licínio Azevedo, Mosambik 2016

In Mosambik ist Ende der 1980er Jahre ein militärisch bewachter Zug unterwegs auf der Strecke zwischen Nampula und Malawi. Der Film spielt vor dem Hintergrund einer völlig zusammengebrochenen Versorgung inmitten einer Bürgerkriegssituation. Um das Überleben ihrer Familien zu sichern, haben Frauen einen informellen Handel und ein Netz im grenzüberschreitenden Güterverkehr mit dem Nachbarland Malawi aufgebaut. Angst, Schrecken und die Hoffnung, endlich anzukommen, prägen die Tage der Protagonisten. Bilder von kargen Landschaften und durchlöcherten Bahnhöfen überlagern sich mit den Geschichten, die die Frauen über Leben und Krieg erzählen. [pd]

Johannesburg Film Festival: Best Film

Weitere Informationen: trigon film

**Cahier Africains
Heidi Specogna, Schweiz 2016

Am Anfang stand ein schmales Schulheft. Anstelle von Vokabeln füllten sich seine karierten Seiten mit den mutigen Zeugenaussagen von 300 zentralafrikanischen Frauen, Mädchen und Männern. Sie offenbaren, was ihnen im Oktober 2002 im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen von kongolesischen Söldnern angetan worden war.
Der Film ist eine Langzeitbeobachtung und begleitet seine Protagonistinnen seit 2008. Inmitten der Versuche, den schwierigen Alltag mit Zuversicht zu meistern - und während in Den Haag noch die juristische Aufarbeitung der letzten Kriegsverbrechen in Gange ist - bricht in der Zentralafrikanischen Republik der nächste Krieg aus. Ein tief bewegender Film über ein von Bürgerkrieg und Putsch zerrissenes Land. [pd]

Deutscher Menschenrechts-Filmpreis, DOK Leipzig 2016, Silberne Taube und Preis der Interreligiösen Jury

Weitere Informationen: Filmbringer

Worlds Apart
Christopher Papakaliatis, Griechenland 2015

Sebastian und Maria, Giorgos und Elise, Farris und Daphne: Drei unterschiedliche Liebespaare aus drei Generationen. Sie stehen im Zentrum dieser packenden und bewegenden Liebesgeschichte über alle Alter und Zeiten hinweg, die mitten im Griechenland von heute angesiedelt ist, in der aufgewühlten Stadt Athen.

Regisseur und Schauspieler Christopher Papakaliatis versteht es vortrefflich, einerseits das Drama, das sich im südlichen Europa abspielt, in seinen Facetten und seiner Eigendynamik zu zeigen, andererseits von der ungebrochenen Kraft des antiken griechischen Liebesgottes Eros mit stupender Leichtigkeit zu erzählen. Da sind die Flüchtlinge, die gerne Richtung Norden weiterreisen möchten und in Griechenland festsitzen, da sind Griechen, die um ihr Auskommen bangen müssen oder es verlieren. Die Weltlage spielt nicht für die Einzelnen, und dennoch ist es ein Film voller Hoffnung, ein Liebesfilm, über alle Grenzen und Generationen hinweg, packend, bewegend und brennend aktuell. [pd]

Weitere Informationen: trigon film

© Filme für eine Welt
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